Freitag, 17. Februar 2017

Manchmal kann man Dinge nicht erklären, manchmal sind sie unerklärlich.
Manchmal kann man die eigenen Gefühle nicht erklären, sie sind da oder sie sind nicht da und das Wieso und Weshalb spukt im Kopf herum aber man findet trotzdem keine Erklärung für sie.
Und das ist unfair, es tut weh, aber es ist so. Das Wieso fehlt, aber die Gefühle bleiben.


Es fühlt sich fast wie Frühling an, wenn ich davon absehe, dass meine Hände eiskalt sind und meine Nase knallrot. Aber die Luft fühlt sich wie Frühling an, sie tut gut, obwohl sie kalt ist. Frühling heißt Neuanfang. Der Neuanfang liegt in der Luft, aber gleichzeitig brauche ich die Kälte noch. Sie lässt mich meinen Körper spüren, ich merke, dass er da ist und dass ich da bin und nicht woanders.
Zu oft woanders, zu oft in der Vergangenheit oder der Zukunft, dabei zählt das Hier und Jetzt.

Ich atme durch, ein und aus. Ich spüre meine Hände immer weniger. Dafür spüre ich, wie mein Herz in meiner Brust schlägt. Bumm, bumm. Ich atme, ein und aus.
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich in letzter Zeit durchgeatmet habe. Trotz all der Hektik war ich präsent. Und trotz meiner funktionierenden Lunge habe ich vergessen durchzuatmen. So einfach passiert das. Die Hektik der vergangenen Woche hat meinen Atem verschluckt. Nicht stillhalten, sondern immer weiter gehen. Vorwärts blicken, nicht rückwärts. Und dabei blieb so viel auf der Strecke.

Jetzt nehme ich mir die Zeit anzukommen, im Hier und Jetzt. Ich versuche die letzten Wochen greifbar zu machen. So viel ist passiert. Einfach mal durchatmen. Endlich durchatmen. Ein und aus. Immer wieder, immer langsamer. Und irgendwann komme auch ich an. In diesem Moment.
Wieso alles im Moment so ist, wie es ist, verstehe ich immer noch nicht. Vielleicht bald, vielleicht auch erst später. Da ist so viel und doch zu wenig.

Gefühle greifbar machen – unmöglich.
Das Wieso verstehen – unmöglich.


Manchmal kann man Dinge nicht erklären, manchmal sind sie unerklärlich.
Manchmal kann man die eigenen Gefühle nicht erklären, sie sind da oder sie sind nicht da und das Wieso und Weshalb spukt im Kopf herum aber man findet trotzdem keine Erklärung für sie.

Und das ist unfair, es tut weh, aber es ist so. Das Wieso fehlt, aber die Gefühle bleiben.